Sedum - besondere Arten und Sorten

Sedum, auf Deutsch meist Fetthenne oder Mauerpfeffer genannt, ist eine vielseitige Gattung sukkulenter Stauden aus der Familie der Crassulaceae. Die Pflanzen speichern Wasser in ihren fleischigen Blättern und sind dadurch besonders gut an sonnige, trockene und gut durchlässige Standorte angepasst.

Innerhalb der Gattung Sedum gibt es große Unterschiede in der Wuchsform. Einige Arten bleiben niedrig und bilden dichte Matten zwischen Steinen, in Steingärten, Trockenmauern oder auf begrünten Dächern. Andere entwickeln sich zu kräftigen Horsten und blühen im Spätsommer und Herbst mit großen Blütenschirmen. Besonders diese höheren Formen sind wertvoll, weil sie Struktur, attraktive Blattfarben und eine lange Blütezeit miteinander verbinden.

Die meisten Sedum-Arten bevorzugen volle Sonne und einen Boden, aus dem überschüssiges Wasser schnell abfließen kann. Zu nährstoffreiche oder dauerhaft feuchte Böden führen häufig zu weicherem Wachstum und machen die Pflanzen im Winter empfindlicher. Auf magereren, trockeneren Böden bleiben viele Arten kompakter und standfester.

Auch nach der Blüte können Sedums lange ihren Zierwert behalten. Die verblühten Blütenstände höherer Sorten bleiben oft bis weit in den Winter hinein stehen und geben dem Beet Struktur. Viele Arten sind außerdem wertvoll für Bienen und andere Bestäuber.

Sedum cauticola 'Coca Cola'
Sedum cauticola 'Coca Cola'
83 Pflanzen in Sedum
Häufig gestellte Fragen

Gut zu wissen

Wo pflanzt man Sedum am besten?

Die meisten Sedum-Arten wachsen am besten in voller Sonne und in gut durchlässigem Boden. Besonders im Winter ist es wichtig, dass Wasser nicht längere Zeit im Wurzelbereich stehen bleibt. Auf zu nassen Böden steigt das Risiko von Ausfällen und schwachem Wachstum deutlich.

Verträgt Sedum Trockenheit gut?

Ja. Sedum speichert Wasser in seinen fleischigen Blättern und ist dadurch gut an trockene Bedingungen angepasst. Einmal eingewachsen benötigen viele Arten nur wenig zusätzliches Wasser. Frisch gepflanzte Exemplare sollten jedoch ausreichend gegossen werden, bis sie gut verwurzelt sind.

Warum fällt ein hoher Sedum manchmal auseinander?

Das geschieht vor allem auf zu nährstoffreichen Böden, bei zu wenig Sonne oder wenn die Pflanze sehr viel Feuchtigkeit erhält. Die Stängel werden dann länger und weicher. An einem sonnigen Standort und auf eher magerem Boden bleiben höhere Sedum-Sorten meist kompakter und standfester.

Sollte man Sedum im Herbst zurückschneiden?

Das ist nicht notwendig. Bei höheren Sedum-Sorten können die verblühten Blütenstände bis zum Ende des Winters stehen bleiben. Sie geben dem Garten Struktur und wirken mit Reif oder Frost oft besonders dekorativ. Schneiden Sie die alten Stängel im zeitigen Frühjahr zurück, kurz bevor die neuen Triebe wachsen.

Sind alle Sedum-Arten für den Steingarten geeignet?

Nein. Vor allem niedrige, kompakt wachsende Arten eignen sich für Steingärten, Trockenmauern und trockene Fugen. Höhere Sorten bilden kräftige Horste und passen besser in sonnige Staudenbeete oder Präriepflanzungen. Achten Sie daher immer auf die endgültige Höhe und Wuchsform der jeweiligen Art oder Sorte.

Ist Sedum wertvoll für Bienen und andere Bestäuber?

Viele Sedum-Arten sind ausgezeichnete Nektarpflanzen. Besonders sommer- und herbstblühende Arten werden stark von Bienen, Schwebfliegen und Schmetterlingen besucht. Dadurch sind sie später in der Saison besonders wertvoll, wenn das Angebot blühender Stauden bereits abnimmt.